Menü

25 Jahre Pflege mit Herz

25-jahre

Die Jedermann Gruppe hat Geburtstag! Und es ist kaum zu glauben, dass einer der größten Arbeitgeber in Brandenburg an der Havel vor 25 Jahren als 5-Mann-Unternehmen startete. Aus der “Hauskrankenpflege für Jedermann” ist ein großes Pflegenetzwerk geworden. Zwei von den ganz alten Hasen sind Katrin Gutschmidt und Uwe Szelong. Die Pflegedienstleiterin des Hospiz und der Teamleiter der Ambulanz arbeiten bereits seit 1992 und 1996 bei der Jedermann Gruppe. Gemeinsam mit ihnen schauen wir mal, was sich alles verändert hat im letzten Vierteljahrhundert.

Vom Fahrrad zum Fuhrpark

Mit dem Fahrrad zum Patienten? Das kann sich heute wohl kaum jemand vorstellen. Aber als Katrin Gutschmidt und Uwe Szelong ihre Arbeit als Krankenschwester und -pfleger in der “Hauskrankenpflege für Jedermann” begonnen haben, gehörte das Rad zum Alltag. Mit Blutzuckermessgerät, Verband und Handschuhen im Rucksack ging es los. „Ich bin bestimmt 40-50km am Tag gefahren”, erzählt uns Uwe Szelong. „Im Winter war das auch mal hart, aber sonst eigentlich ganz angenehm.”

jedermann-luposDoch die Zahl der Patienten stieg und bald waren Autos für die tägliche Arbeit unumgänglich. Die erste Flotte hatte eine Biene als Markenzeichen der fleißigen Jedermann-Mitarbeiter. 1999 gab es dann moderne blaue VW Lupos. Heute ist der Fuhrpark 58 PKWs groß, und auch wenn das Bild verschwunden ist, sind die Jedermänner natürlich immer noch genauso fleißige Bienen!

bienen

Vom Funkgerät zum Handy

Die Fortbewegung ist nicht das einzige, was sich in 25 Jahren verändert hat: Auch die Kommunikation. Sie war schon immer sehr wichtig, fand aber anfänglich über Funk statt. 1993 stellte Jedermann einen Antrag auf Genehmigung für eine mobil betriebene Funkstelle. Den Bewilligungsausweis dafür seht ihr hier.

funkgeraete
Heute sind die Jedermann-Mitarbeiter mit Handys, Freisprechanlage und Headsets ausgestattet. Wie sehr das die Arbeit verbessert, beschreibt Uwe Szelong: „Daduch müssen wir nicht immer alles beiseite legen. Und natürlich hat alles viel mehr Zeit gekostet als heute. Wenn wir damals den Arzt brauchten, haben wir erst die Zentrale angefunkt und die haben den Rettungsdienst geholt.” Wählten Patienten bei Notfällen damals 112, so bietet ihnen heute der Hausnotruf deutlich mehr Sicherheit.

Zufriedenere Patienten heißt zufriedenere Pfleger

Der technische Fortschritt hat die Pflege und das Wohl der Patienten wesentlich verbessert. „Bei der Schmerztherapie waren wir vor 25 Jahren noch bei 0.”, sagt Katrin Gutschmidt. „Heute können wir mit den verfügbaren Hilfsmitteln, Schmerzpumpen und Medikamenten sehr viel machen. Das ist zum einen für die Patienten toll, aber auch für uns. Man ist ja zufriedener, wenn man dem Patienten helfen konnte!”

An dieser Stelle sind sich Uwe Szelong und Katrin Gutschmidt einig: Was ihren Beruf, damals wie heute, so schön macht, ist die Dankbarkeit zufriedener Patienten. „Auch nach vielen Jahren werde ich noch von Angehörigen angesprochen, die mit der Pflege ihrer Lieben sehr zufrieden waren und dabei auch gerade mich in guter Erinnerung haben.”, meint Uwe Szelong. Ein besonderes Patienten-Erlebnis können sie beide nicht nennen. „Es gibt so viele kleine Sachen, die schön sind, über die man jahrelang schmunzelt und lacht, und die die Arbeit ausmachen.”, verrät uns Katrin Gutschmidt.

Mehr Arbeitsteilung und gutes Teamwork

Mit den Jahren gesellten sich zur anfänglichen Hauskrankenpflege unter anderem auch das betreute Wohnen, die Tages- und Kurzzeitpflege, die ambulante Intensivpflege und natürlich die Kinderintensivpflege. Viele Jedermänner haben nicht nur ihre blauen Kittel gegen Poloshirts mit neuem Logo getauscht, sie arbeiten heute auch anders. Uwe Szelong erklärt, wie die Arbeit unter den verschiedenen Pflege-Bereichen aufgeteilt wird und dadurch viel spezialisierter geworden ist. Fachkräfte konzentrieren sich darauf, den Klienten Spritzen zu geben oder Insulin zu verabreichen und überlassen die eigentliche Pflege dem Betreuungspersonal.

shirts-jedermann
Dabei ist eines wichtig: gutes Teamwork. Katrin Gutschmidt lobt das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Mitarbeitern und Einrichtungen bei Jedermann: „Auch bei unserem größeren Team merkt man jeden Tag, dass einer für den anderen einsteht. Die Hauskrankenpflege kann ohne Palliativpflege, Intensivpflege oder Kurzzeitpflege gar nicht mehr existieren. Der Zusammenhalt ist sehr wichtig.”

Blick in die Zukunft: Vielfalt und Sicherheit

Am Ende unseres Ausflugs in die Vergangenheit bitten wir die beiden langjährigen Mitarbeiter noch um ein Resümee der 25 Jahre Jedermann und einen kurzen Blick in die Zukunft.

uwe-szelong
„Die Vielfalt, die wir uns erworben haben, ist das, was uns so groß gemacht hat. Die weitere Entwicklung wird natürlich auch durch die Politik mitentschieden. Auf Pflegeneuerungsgesetze müssen wir als Verein reagieren, um unsere Vielfalt beizubehalten und uns dem Markt anzupassen.”

katrin-gutschmidt
„Jedermann ist einfach riesengroß geworden und die Arbeitsbedingungen haben sich entschieden verbessert. Dass wir so eine große Firma sind, gibt mir in meiner Arbeit viel Sicherheit. Ich hoffe, meine Rente hier noch zu erleben.”

Herzlichen Dank an Katrin Gutschmidt und Uwe Szelong – und natürlich an all unsere Mitarbeiter! Wir freuen uns darauf, die 25 Jahre Jedermann mit euch allen beim großen Familien-Sommerfest zu feiern!