Menü

Die neue Betreuungsform – SAPV

Hartmut Jäckel

Seit dem 01.04.2009 bietet die Hauskrankenpflege für Jedermann in Kooperation mit dem Städtischen Klinikum Brandenburg und den Palliativmedizinern Herrn Harms und Herrn Dr. Behrendt unter dem Dach des Gesundheitszentrums Brandenburg GmbH eine Spezialisierte Ambulante Palliative Versorgung(SAPV) an.

Damit stellte der Betrieb mit Beginn seiner Arbeit das 9. Team in ganz Deutschland, welches SAPV zur häuslichen Versorgung nutzt. Unter der Koordination und pflegerischen Leitung von Pflegedienstleiter Hartmut Jäckel wurde das Projekt immer weiter vorangetrieben. “Wenn die familiären Möglichkeiten nicht ausreichen, um die Pflege zu gewährleisten, versuchen wir die Angehörigen mit unserem Team zu unterstützen. Die Patienten sollen dort sterben können, wo sie es wollen.”, so Jäckel. Das Team besteht derzeit aus 5 Pflegekräften und 2 Ärzten. Jeder der Mitarbeiter muss über Hospizerfahrung verfügen und 24 Stunden am Tag erreichbar sein. Das gilt sowohl für die Pfleger als auch für die Ärzte. Zu den Hauptaufgaben gehören die Versorgung, die Koordination der Hilfen und die Beratung der Patienten.

Angestrebt wird eine unmittelbare Kooperation mit anderen Hauskrankenpflegen in Brandenburg und Umgebung und mit Palliativ Medizinern in den Städten Rathenow und Belzig. Auch mit dem Städtischen Klinikum wird eine enge Partnerschaft gepflegt. Die Patienten werden in eine engmaschige Betreuung eingebunden. So finden Hausbesuche mindestens einmal pro Woche und bei Bedarf noch öfter statt. “Wir leisten die Dinge, die die Angehörigen einfach nicht schaffen. Die Angehörigen wissen, dass sie zu jeder Zeit Hilfe bekommen können und sich uns anvertrauen können.”, sagt Jäckel.

Die Anzahl der Patienten schätzt der Pfegedienstleiter auf ungefähr 150 pro Jahr. “Doch da muss alles erst noch wachsen. Im Moment weiß die Öffentlichkeit leider noch sehr wenig über diese neue Betreuungsform. Die meisten Menschen äußern den Wunsch zu Hause zu sterben, es gelingt aber nur 20% von ihnen. Wir wollen diese Zahl deutlich erhöhen”, so Jäckel weiter.