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Die zukünftigen Anforderungen an die Pflegebranche

Die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Brandenburg (WOBRA) feierte ihr 20-jähriges Bestehen.
Aus diesem Anlass veröffentlichte die WOBRA eine Chronik, in der auf die letzten zwei Jahrzehnte zurückgeblickt wird.

Auch Jedermann Geschäftsführer Sven Rohde ist mit einem sehr interessanten Beitrag über die “Herausforderungen des demographischen Wandels” in dem Buch vertreten. Da aber nicht jeder unserer Leser die Möglichkeit hat, an das Buch zu gelangen, möchte die Jederzeit Redaktion an dieser Stelle nochmal die wichtigsten Passagen des Textes hervorheben.

Mit 44,2 Jahren haben die Deutschen den höchsten Altersdurchschnitt innerhalb der EU. Die Lebenserwartung steigt jährlich um zwei bis drei Monate. Bereits 2014 wird sich die Zahl der über 80-Jährigen im Land Brandenburg, im Vergleich zum Jahr 2000, verdoppelt haben. Die Zahl der Hilfebedürftigen wird sich gegenüber 2001 um 60.000, die Zahl der Pflegebedürftigen um 35.000 Menschen erhöhen. Die Stadt Brandenburg hat schon heute den höchsten Anteil von Menschen über 65 Jahren im ganzen Land Brandenburg. Gegenüber heute werden 2030 dann doppelt so viele über 80-Jährige in der Stadt Brandenburg wohnen.

Bei einer gleichzeitig sinkenden Gesamtbevölkerung werden nicht nur auf die WOBRA, sondern auch auf die Jedermann Gruppe, große Herausforderungen zukommen. Sven Rohde geht davon aus, dass in der Stadt Brandenburg deutlich mehr als 100 seniorengerechte Wohnungen pro Jahr benötigt werden. Die Wohngemeinschaften werden hierbei eine herausragende Rolle spielen. Sie kombinieren Selbstbestimmtheit im Alter und familiäre Strukturen.

Doch ob in der Zukunft oder schon heute: Die verlässliche Zusammenarbeit zwischen Wohnungswirtschaft und Pflege ist dabei unabdingbar. Die Pflege hat sich mittlerweile eine hohe Kompetenz im Bereich des altersgerechten Wohnens angeeignet. Neben der konzeptionellen Einbindung ist auch die Beratung bei der Baudurchführung nicht zu unterschätzen. Ob Türbreiten, geeignete Fußbodenbeläge oder einfach zu bedienende Türschlösser – viele Dinge müssen beim Bau von seniorengerechten Wohnungen beachtet werden. Hier ist der Wissensaustausch zwischen den jeweiligen Partnern unerlässlich.

An drei ausgewählten Projekten, die wir bereits gemeinsam mit der WOBRA verwirklicht haben, ist dieser gut zu erkennen. Das Betreute Wohnen im City Haus am Katharinenkirchplatz bietet 40 moderne und barrierefreie Wohnungen. Seit seiner Fertigstellung kann das Haus eine hundertprozentige Auslastung vorweisen. Das vielleicht revolutionärste und in seiner sozialen Bedeutung wichtigste Projekt startete 2008: “Mitten im Leben”, das Wohn- und Gemeinschaftshaus in der Potsdamer Straße, beherbergt 6 Wohngemeinschaften. Dem Wunsch vieler Bürger, ihre an Demenz erkrankten Angehörigen in die Obhut einer familiären Pflege- und Betreuungseinrichtung zu übergeben, kann die Jedermann Gruppe hier voll und ganz nachkommen.

Als drittes Projekt sei hier noch unsere neue Tagespflege in der Jacobstraße genannt, die die Redaktion der Jederzeit bereits vorstellte.

Und natürlich nicht zu vergessen, das bisher größte Projekt in der Geschichte der Jedermann Gruppe: Das Re-Generationenhaus am Hauptbahnhof. Alle Informationen rund um die im September stattfindende Eröffnung des Re-Generationenhauses finden Sie dann natürlich hier.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die richtige Mischung aus Service, betreutem Wohnen und Wohnen in der Gemeinschaft, den Menschen den Verbleib in ihrem liebgewonnenen Lebensumfeld sichern wird.
Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, werden die WOBRA, als Hauptakteur und Motor des Stadtumbaus in Brandenburg, und die Jedermann Gruppe, als führendes Pflegeunternehmen, auch in Zukunft weiter partnerschaftlich eng zusammenarbeiten.