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Helfen aus Leidenschaft

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Jedermann-Pflegerin Juliane erzählt uns im Interview von ihrem Ehrenamt beim DRK

Als Gesundheits- und Krankenpflegerin in unserer ambulanten Palliativversorgung sorgt Juliane täglich für das Wohl ihrer Klienten. Wer denkt, dass sie nach Feierabend dann mal nur noch an sich denkt, der liegt falsch! Auch in ihrer Freizeit packt Juliane nämlich – wie viele unserer MitarbeierInnen – da an, wo Hilfe benötigt wird: als ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Deutschen Roten Kreuz.

Wir finden so viel Leidenschaft fürs Helfen absolut bewundernswert und hatten einige Fragen an Juliane. Lest jetzt das ganze Interview!

Hallo Juliane! Fangen wir mal ganz von vorne an: Seit wann und wo engagierst du dich ehrenamtlich beim DRK?
Seit 2001 bin ich bei der Wasserwacht des DRK. Dort war ich erst Rettungsschwimmerin, bzw. habe ich an der Ausbildung zum Rettungsschwimmer teilgenommen. Wegen meiner Ausbildung und einem Wohnortwechsel musste ich das allerdings unterbrechen. Im Juli 2015 habe ich dann mein altes Hobby wieder aufgenommen, dieses Mal allerdings im Sanitätszug und Katastrophenschutz des DRK.

Und wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen?
Für mich ist es eine gute Alternative und ein Ausgleich zu meiner Arbeit im SAPV-Team. Ich kann mich weiterbilden, meine medizinischen Erfahrungen weiterreichen und helfe gleichzeitig Menschen, die Hilfe benötigen.

Erklär uns doch mal, was du dort genau machst!
Wir sichern die medizinische Erstversorgung bei großen aber auch kleinen Veranstaltungen in der Stadt Brandenburg und den umliegenden Dörfer ab. Aber auch bei unvorhersehbaren Ereignissen, wie z.B. Umweltkatastrophen (Hochwasser 2013) oder Unglücken mit einer hohen Anzahl an Verletzten, werden wir hinzugerufen.

Gibt es Aufgaben, die dich besonders reizen? Was macht dir am meisten Freude?
Ich finde es toll, mit meinen ehrenamtlichen Kollegen zu fachsimpeln und Menschen schnellstmöglich zu helfen – sei es die Anamnese oder die Erstversorgung bei kleinen und großen medizinisch aufwendigen Problemen.

Wie viel Zeit wendest du im Monat für deine ehrenamtliche Tätigkeit auf?
Die Ausbildung nimmt ca. 10-12 Stunden im Monat ein. Einsätze bei Veranstaltungen beanspruchen je nach Aufkommen ca. 5-10 Stunden im Monat, oft auch wesentlich mehr.
Zum Beispiel gibt es Veranstaltungen, bei denen wir nur ca. 4 Stunden anwesend sind, aber auch andere die über mehrere Tage gehen. Das kann man nicht genau sagen, bzw. nicht mit Stunden betiteln.

Was sind das für Menschen, mit denen du beim DRK zusammenarbeitest?
Menschen ganz unterschiedlicher Altersklassen und mit verschiedensten Berufen – von Industriemechanikern bis hin zu OP- oder ITS-Pflegepersonal ist alles dabei. Jeder bringt seine persönlichen Talente und Charaktereigenschaften mit, das macht die Arbeit umso interessanter!

Gibt es ein Erlebnis aus deiner bisherigen Zeit beim DRK, das besonders für dich war?
Ein besonderes Erlebnis hatte ich erst neulich. Bei der aktuellen Flüchtlingssituation in Deutschland ist natürlich jede helfende Hand gefragt und so haben wir die logistische Organisation des „First aid in the Field” übernommen. Diesen Kurs belegen Menschen, die ins Ausland gehen wollen, um dort zu helfen. Er dauert ca. 1 Woche und beinhaltet sowohl die Theorie als auch praktische Aspekte. Jedem der Teilnehmer war daran gelegen, anderen Menschen zu helfen. Welches Gefühl könnte schöner sein als die Gewissheit, dass es immer noch Menschen gibt, die sich nicht nur um ihr eigenes Wohl kümmern, sondern um die Menschen, die unsere Hilfe am meisten benötigen!

Was würdest du Anderen raten, die mit dem Gedanken spielen, ebenfalls ehrenamtlich beim DRK aktiv zu werden?
Ich kann nur sagen, dass es wirklich Spaß macht, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Einfach hinkommen und mitmachen! Jeden Montag 18 Uhr im Kreisverband des Deutschen Roten Kreuz in der grünen Aue.

Vielen Dank für deine Antworten, Juliane. Wir sind stolz auf das Engagement unserer MitarbeiterInnen und wünschen dir weiterhin viele spannende Einsätze!

Und wenn ihr noch mehr zum Deutschen Roten Kreuz und seiner Arbeit wissen wollt, dann schaut doch mal auf der Webseite des DRK vorbei!