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Leuchtende Augen an der Ostsee

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Paulchen erfüllt Urlaubsträume

Ein Urlaub an der Ostsee mit ihrer Tochter Jennifer, das war Kerstin Heumers großer Traum. Nachdem Jenny vor zehn Jahren durch eine Aneurysma-Blutung von einem Tag auf den anderen zum Pflegefall wurde, waren die beiden nicht mehr am Meer. Seit über zwei Jahren wird Jenny nun durch das Team der Kinderintensivpflege Paulchen betreut – und jetzt konnte der Traum wahr werden.

Scheck Urlaub Ostsee Kinderintensivpflege Paulchen Unser Maskottchen Paulchen hat Kerstin Heumer und Jenny im Sommer diesen Gutschein für eine Ferienreise überreicht. Im Haus Seeadler in Rerik an der Ostsee verbrachten sie gemeinsam mit ihrer Pflegekraft Beate sieben wundervolle Tage. Was der Urlaub für sie und Jenny bedeutet hat, erzählt Kerstin Heumer uns im Interview.

Liebe Frau Heumer, würden Sie uns Jenny und ihre Geschichte kurz vorstellen?
Jenny war bis sechs Wochen vor ihrem 11. Geburtstag ein kerngesundes, lebensfrohes und liebenswertes Mädchen. Sie war sehr sportlich, sie liebte es, Einrad zu fahren, und ging reiten. Am 4.10.2005 erlitt sie – aus dem Nichts – eine Massenblutung im Gehirn, eine so genannte Aneurysma-Blutung der Arterie Media rechts. Vermutlich handelte es sich um eine angeborene Fehlbildung. Jenny hatte keine Überlebenschance – aber sie überlebte trotzdem! Daran habe ich immer geglaubt, dafür habe ich immer gekämpft!

jenny heumer mit pferd Jenny mit 10 Jahren als stolze Pferdemutti

Sind Reisen mit Jenny etwas Besonderes?
Es war unsere erste gemeinsame Reise nach fast genau 10 Jahren. Entweder war kein Geld da oder die Zeit fehlte. Und um ehrlich zu sein, habe ich es mir auch nicht zugetraut. Aber nun hatte ich meine liebe Pflegekraft mit und bekam dadurch die fehlende Sicherheit. Es war immer mein Traum, mit Jenny an die Ostsee zu fahren, denn als sie noch gesund war, sind wir jedes Jahr zur See gereist. Sie liebte das, es war immer etwas ganz Besonderes für uns, und ich bin der Jedermann Gruppe und unserer Pflegerin Beate unendlich dankbar, dass es nun wieder möglich wurde!

Wie hat das Verreisen für Sie beide funktioniert?
Wir sind mit unserem eigenen PKW gefahren. Ich habe das Auto so umbauen lassen, dass alles für Jennys Ansprüche gerecht ist. Hinten befindet sich nun eine Hebebühne, mit der sie samt Rolli hineingefahren wird. Sie hat die Fahrt wunderbar durchgehalten.

Wie hat Ihnen und Jenny der Urlaub gefallen?
Der Urlaub war einfach spitze! Meine Augen glänzen heute noch, wenn ich nur daran denke.

jenny und kerstin heumer Bild rechts: Jenny mit ihrer Pflegerin Beate

Was konnten Sie alles unternehmen?
Wir waren jeden Tag unterwegs: im Rostocker Zoo, am Meer, in Warnemünde, in Kühlungsborn, in der Kerzenscheune. Alles, was man in einer Stunde erreichen konnte, haben wir besucht.

Welche Gedanken behalten Sie nach Ihrem Urlaub zurück?
Ich habe in diesem Urlaub gelernt, wie sehr Jenny das Autofahren liebt! Sie war so aufmerksam, hat so lange durchgehalten und hatte so oft ein Lächeln in ihrem Gesicht. Jenny war sehr glücklich – und ich erst! Was ich für unmöglich hielt, haben wir in die Tat umgesetzt. Der Urlaub hat mir gezeigt, was ich Jenny von nun an jedes Jahr ermöglichen möchte.

Gibt es noch etwas, das Sie hinzufügen möchten?
Ich werde nie aufgeben, um mein Kind zu kämpfen, und Jenny jeden Tag das Beste geben. Liebe kann Berge versetzten, das hat Jenny uns schon gezeigt, als alles angefangen hat. Ich bin sehr stolz auf sie, denn sie kämpft jeden Tag. Und ich wünsche mir den Tag herbei, an dem sie Mami sagt.

jenny heumer und pflegekraft Jenny und ihre Mama

Auf der Webseite www.jenny-heumer.de hat Kerstin Heumer Jennys Geschichte aufgeschrieben und mit Bildern untermalt, um ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Wir wünschen ihr und Jenny weiterhin alles Liebe und noch viele, viele gemeinsame Urlaube!