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Von der Krankenpflege in die Intensivpflege Teil 1 – Interview

intensivpflege-bundeAus verschiedensten Gründen, seien es Entwicklungen im privaten Bereich oder neu entstandene Situationen im Team, kommt es immer wieder vor, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Wechsel von der Krankenpflege in den Bereich der Intensivpflege der Jedermann Gruppe in Betracht ziehen. In unserer Reihe „Von der Krankenpflege in die Intensivpflege“ möchten wir Interessierten, die genau über einen solchen Wechsel nachdenken, Erfahrungen aus erster Hand liefern, um ihnen mit den gewonnen Informationen die Entscheidung möglicherweise zu erleichtern. Im ersten Teil der Serie sprechen wir mit der Mitarbeiterin der Jedermann Gruppe Eileen Bunde über den Umstieg in die Intensivpflege, die ersten Tage und große Verantwortung. Der zweite Teil der Reihe folgt in naher Zukunft.

Interview mit Eileen Bunde über ihren Wechsel in die Intensivpflege

Redaktion: Seit wann sind Sie bei der Jedermann Gruppe? In welcher Position haben Sie angefangen?
Eileen Bunde: Meine Tätigkeit bei der Jedermann Gruppe habe ich im Jahr 2007 als Krankenschwester in der ambulanten Pflege begonnen.

Wie kam es dazu, dass Sie in den Bereich der Intensivpflege gewechselt sind?
Im Anschluss an meine Elternzeit, war es mir nicht mehr möglich Doppeldienste zu arbeiten, da mein Partner im 3-Schicht-System arbeitete. Aus diesem Grund bot mir die damalige Pflegedienstleiterin Katja Wittekop eine Beschäftigung in der Intensivpflege an. Diesem Angebot bin ich dann auch nachgekommen.

Wie war die Umstellung? Worauf mussten Sie sich in der Intensivpflege neu einstellen?
Die ersten Tage waren natürlich eine sehr große Umstellung und schon fast befremdlich. Denn den Umgang mit Trachealkanülen und Beatmungsgeräten hatte ich seit der Zeit meiner Ausbildung zur Krankenschwester nicht weiter kennengelernt. So war das gesamte Unternehmen zu Beginn eine ziemliche Veränderung. Jedoch hatte ich eine sehr gute Einarbeitung und auch später standen mir meine Kolleginnen und Kollegen immer mit Rat und Tat zur Seite. Zusätzlich habe ich alle Fort- und Weiterbildungen, die mir zu diesem Thema angeboten wurden selbstverständlich wahrgenommen und mich auch selbstständig sofort mit dem großen Thema der Intensivpflege auseinandergesetzt.

Mussten Sie bestimmte Weiterbildungen erbringen, um sich zu qualifizieren?
Im vergangenen Jahr habe ich die Fortbildung zur „Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung” absolviert. Weiterhin nehme ich an den jährlichen Pflichtweiterbildungen rund um die Themen Intensivpflege und außerklinische Beatmung teil.



Worauf müssen sich nachfolgende Kolleginnen und Kollegen einstellen, die ebenfalls in die Intensivpflege wechseln möchten?
Wer in die Intensivpflege wechselt, sollte sich über eine Reihe von Punkten im Klaren sein, die entweder neu oder stärker als in der Krankenpflege zum Tragen kommen. Zuerst natürlich spielt der korrekte und sichere Umgang mit der Trachealkanüle und dem Wechsel der Kanüle eine wichtige Rolle. Dazu kommen der richtige Einsatz der Beatmungsmaschinen und die Kontrolle der Beatmungsparameter. Doch vor diesen Aufgaben sollte man keine Angst haben, es erfolgt eine sehr intensive Einarbeitung und auch danach stehen die Kolleginnen und Kollegen den Neueinsteigern jederzeit mit hilfreichen Tipps zur Verfügung. Nichtsdestotrotz hat man selbstverständlich auch eine große Verantwortung, der man gerecht werden muss. Weiterbildungen und Fortbildungen sind regelmäßig wahrzunehmen, ebenso wie der intensive Austausch mit den Ärzten, Angehörigen und externen Versorgern. Ein persönliches Interesse am Fachgebiet ist von Vorteil, zudem sollte man sich bereits vor dem Wechsel ausführlich über den Bereich der Intensivpflege informieren und herausfinden, ob dieser auch zu einem passt.

Wie hat Sie der Wechsel in die Intensivpflege vorangebracht?
Da man in der Intensivpflege eine große Verantwortung hat, bin ich viel selbstbewusster und sicherer in meinen Handlungen geworden. Die vielen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die mir die Jedermann Gruppe anbietet, unterstützen mich zusätzlich dabei. Außerdem lernt man nie aus, täglich setzt man sich mit neuen Krankheitsbildern auseinander, die es zu bewältigen gilt. So bilde ich mich gerne regelmäßig weiter, um den Patienten die bestmögliche Versorgung bieten zu können.

Welche Position haben Sie heute in der Intensivpflege?
Heute arbeite ich als Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung in der Intensivpflege-WG der Jedermann Gruppe in der Potsdamer Straße in Brandenburg.

Frau Bunde, vielen Dank für das Gespräch.

Hier finden Sie die Stellenangebote unserer Intensivpflege.