Eine Frau mit Plan

Jule Gräser arbeitet schon seit Längerem bei der Jedermann Gruppe – gerade ist sie die stellvertretende pflegerische Leitung in unserem SAPV-Team, also der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung.

Das ist allerdings nur ein weiterer Schritt in Jules Leben. Die Frau hat einen Plan. Sie möchte gerne mehr Verantwortung übernehmen, sich in die Führungsebene hocharbeiten. Und dafür macht sie gerade auch die Ausbildung zur Pflegedienstleiterin.

Warum? Mag man sich fragen. Für Jule gibt es keinen Stillstand, nicht für sie und auch nicht für ihre Arbeit. Sie will Dinge ändern, besser machen.

„Ich will niemals stehen bleiben in meiner Entwicklung.“

Digitalisierung, sagt sie uns zum Beispiel, muss einfach mehr in die Pflege eingebracht werden. So schafft man es, den krassen Überhang an Bürokratie einzudampfen und stattdessen wieder mehr den Menschen ins Zentrum der Pflege zu stellen.

Für 10 Minuten Hauskrankenpflege fallen derzeit gefühlt 7 Minuten Dokumentation an, das ist schon ein denkwürdiges Verhältnis. Und daran will Jule rütteln – zum Beispiel.

Abgesehen davon brennt sie auch einfach für ihren Beruf – Pflegemanagement, Qualitätsmanagement, das sind Dinge, von denen sie nicht loskommt und die sie unbedingt optimieren will.

Der Weg zur Pflegedienstleitung

Als ihre Vorgängerin gegangen ist, hat Jule keinen Zweifel daran gelassen, dass sie sich für die Stelle interessiert. Von der Geschäftsführung kam wenig später auch das OK.

Einfach ist das natürlich nicht – Jule ist verheiratet, hat eine kleine Tochter, die gerade Fahrrad fahren lernt, und natürlich noch ihren Job als Pflegefachkraft. Darum will sich gekümmert sein. Und zusätzlich kommt dann noch die Ausbildung drauf.

Machbar ist das alles aber trotzdem, sagt sie, Organisation muss man eben haben, und auch der Rückhalt von ihrem Mann hilft einiges.

Auch sehr wichtig ist für sie die Trennung von Beruflichem und Privatem. Zuhause wird über Kind und Kegel geredet, um die Pflege geht es nur, wenn es nicht anders geht.

Manchmal gibt es selbstverständlich Fälle, die unter die Haut gehen und über die sie reden möchte. Dafür ist aber auch das SAPV Team da. Jeder hilft da jedem.

„Ich bin von Leben umgeben.“

Außerdem, sagt sie, ist sie sonst völlig von Leben umgeben, von ihrer Familie, ihrer kleinen Tochter; und das ist ein toller Ausgleich.

Karriere als Frau – ist das hart?

Karriere ist hart, meint Jule. Man muss schon wissen, wo man hinwill, man muss für sich einstehen, hart arbeiten, sich einbringen, gut sein. Das gilt für Frauen sowie für Männer.

Frauen bekommen natürlich die Kinder und fangen dann oft an, Teilzeit zu arbeiten, weil sie sich um die Familie kümmern. Aber auch so geht es, wenn man nur will. Abgesehen davon ist ja auch noch der Ehepartner da.

Man kann einfach nur schwer beeindruckt sein von Jules Energie und von ihrer Hingabe zu allem, was sie in ihrem Leben hat – Familie, Beruf und eben auch ihre Karriere, und nicht zu vergessen sich selbst.

Denn auch privat hat sie schon das nächste Projekt vor sich: Sie will Gitarre spielen lernen!

Sie wollen Bescheid wissen, wenn ein neuer Beitrag erscheint? Unser Newsletter sagt es Ihnen!

Jetzt anmelden
Inhalte
teilen