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COVID-19-Impfung – Du bist noch unsicher?

Geschrieben von Johannes Schleicher am 12. Januar 2021
Kategorie: Allgemein

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Vorteile des Impfstoffes

Über die Vorteile einer Impfung wird nicht oft gesprochen, weil sie auf der Hand liegen. Wir möchten die Vorteile der COVID-19-Impfung dennoch einmal nennen:

  • Eine Erkrankung am COVID-19-Virus kann zu bis zu 95% ausgeschlossen werden
  • Man leistet seinen Beitrag zur Herdenimmunität, zum Wohlergehen der Gesellschaft
  • Je mehr Geimpfte es gibt, desto früher können wir zur Normalität zurückkehren (erst bei einer Immunität von 70% kann von einem Gemeinschaftsschutz gesprochen werden) (Quelle: RKI)

Der Impfstoff wurde ausreichend getestet

Vor der Zulassung wurde der BioNTech / Pfizer-Impfstoff an 43.998 Probanden getestet. Der oft jahrelange Prozess, einen Impfstoff ausreichend zu testen und zuzulassen, wurde bei den COVID-19-Impfstoffen erheblich beschleunigt. 

Das hat folgende Gründe: 

  • neue Technologien & Erfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren 
  • der akuten Lage und daran, dass ein Impfstoff die beste Methode gegen das Virus ist
  • Bereits in der Entwicklungsphase hat der Hersteller Daten an die Zulassungsbehörden übermittelt (Rolling Review)
  • Die Zulassung wurde auch von den Zulassungsbehörden priorisiert

Es gelten im Übrigen die gleichen Qualitätsstandards wie bei herkömmlichen Impfstoffen. 

Es wurde also nicht weniger, sondern hochgradig beschleunigt getestet.

(Quelle: Bundesregierung)

mRNA-Impfstoffe – so funktioniert das Prinzip

Es ist schwierig, zu verstehen, wie der Impfstoff funktioniert. Das muss man allerdings, um sich ein umfassendes Urteil bilden zu können.

Die COVID-19-Impfstoffe enthalten den Botenstoff mRNA. Die mRNA im Impfstoff enthält den Bauplan für den Teil des Corona-Virus, der vom Immunsystem erkannt wird, das Antigen. Der Körper reproduziert diesen Teil dann. 

So simuliert sich der Körper selbst eine Infektion, die er nicht hat, um Antikörper herzustellen.

Das eigene Erbgut bleibt dabei unangetastet. Erstens gibt es kein Enzym in unseren Zellen, das RNA in DNA (Erbgut) übersetzen könnte. Zweitens gelangt der Impfstoff – wie jeder Impfstoff – zwar in die Zellen, doch nicht in den Zellkern, wo sich das Erbgut befindet. (Quelle: Infektiologe Leif Erik Sander (Charité Berlin))

Traditionelle Impfstoffe arbeiten meist mit abgeschwächten Erregern oder das Antigen wird direkt gespritzt. Das ist gleichzeitig zeitaufwendiger und teurer als mRNA-Impfstoffe. Diese können somit schneller und in größeren Mengen produziert werden. 

Allergische Reaktionen treten nur extrem selten auf

In den Vereinigten Staaten wurden vom 14. bis 23. Dezember insgesamt 1.893.360 Dosen des BioNTech-Impfstoffs als erste Dosis verimpft.

0,2 Prozent davon gaben allergische Nebenwirkungen an. Nur 175 davon konnten als schwere allergische Reaktion eingestuft werden. Das sind 0,009% aller Fälle.

21 Fälle davon waren eine anaphylaktische Reaktion. Das entspricht einer Rate von 11,1 in einer Million. (Quelle: Pharmazeutische Zeitung)

Mögliche Nebenwirkungen sind die bei allen Impfungen typischen:

  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • Müdigkeit & Kopfschmerzen  
  • Muskelschmerzen
  • Fieber 

(Quelle: RKI)

Diese Reaktionen treten auf, weil das Immunsystem sich mit dem Impfstoff auseinandersetzt. In der Regel verschwinden sie spätestens nach wenigen Tagen vollständig. (Quelle: RKI)

Fragen zum Impfstoff? 

Hotline des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus

030 / 346 465 100

AOK Corona-Hotline

0800 1 265 265 

Hotline der Barmer Krankenkasse

0800 8484 111

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