Deshalb können Pflegekräfte stolz auf sich sein

Schon lange haben Pflegekräfte ein Problem damit, für ihre Tätigkeit auch die gebührende Wertschätzung zu erhalten.

Eine seltsame Sache eigentlich, denn früher oder später spielt Pflege im Leben der meisten Menschen eine Rolle, und wenn es auch nur die Tatsache ist, dass ein Angehöriger oder ein Freund gepflegt werden muss.

In kaum einem anderen Beruf ist der Bezug zu anderen Menschen so intensiv wie in der Pflege. Und das ist von unheimlich großer Bedeutung.

In der Pflege geht es nicht um neue Waschmaschinen, eine günstige Versicherung oder ein gerade angebrachtes Regal. Es geht um das Überleben von Menschen, um ihr größtmögliches Wohlergehen, um ihre Würde und ihre Selbstbestimmung.

Und das spürt jeder, der mit Pflege in Kontakt kommt. Weshalb dann die fehlende Wertschätzung?

Weil das jeder machen kann? Waschen, Essen reichen, zudecken, ist doch eigentlich kein Problem, oder?

Das kann eben nicht jeder. Man braucht ein breites und solides Fachwissen, man muss anpacken können, man braucht eine Menge Geduld und Liebe in sich, man muss einfühlsam und fürsorglich sein. Man muss den anderen in seinem Menschsein akzeptieren können und bereit sein, ihm zu helfen.

Man muss das vielleicht immer wieder in aller Deutlichkeit wiederholen, bis Anerkennung, Wertschätzung und Respekt gegenüber den Pflegekräften dem gerecht wird, was geleistet wird. „Geleistet“, das klingt immer so materialistisch und nach BWL.

Dabei geht es aber nicht nur um die Arbeit, sondern auch und vor allem um die Menschlichkeit. Um das Dasein, um die Fürsorge, um das Herzblut, das in der Pflege steckt.

Und auf all das – auf ihr ganzes Wesen, mit dem sie anderen Menschen helfen, auf ihre Motivation, ihre Bereitschaft – können alle Pflegekräfte verdammt stolz sein. Und alle anderen dankbar.

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