Persönliche Betreuung in der Pflegeausbildung

Sven Detka ist unser neuer Ausbildungskoordinator und wird unsere Azubis in ihrer Ausbildung begleiten. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was die Azubis erwartet und weshalb sich eine Ausbildung zur Pflegefachfrau / -mann lohnt – und warum es so erfüllend ist, in der Pflege zu arbeiten.

Was machst du für die Azubis?

Unser Credo ist ja „Weil Pflege Herz braucht“. Und meine Aufgabe ist, den Azubis zu zeigen, dass das nicht nur leere Worte sind.

Ich bin dafür da, den Azubis in der Praxis zu zeigen, was sie in der Schule gelernt haben. Außerdem bin ich Ansprechpartner und Vertrauensperson.

Bevor es zum Beispiel zum ersten Einsatz kommt, besprechen wir, wo jeder in den einzelnen Bereichen eingesetzt wird, aber auch, wie man mit älteren Leuten und Menschen mit Demenz umgeht, da fangen wir ganz klassisch an, so ein Knigge für Berufsanfänger.

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Ich sorge auch dafür, dass die Azubis nicht ins kalte Wasser geschmissen werden: Wir gehen Schritt für Schritt an die Praxis dran, ich hole sie da ab, wo sie stehen.

Als Ansprechpartner zu fungieren erfordert natürlich auch Vertrauen, und das muss erstmal hergestellt werden. Deshalb werden wir auch mal gemeinsam frühstücken, Volleyball spielen gehen, damit wir uns einfach kennen lernen. Wir haben nicht nur Theorie, Praxis, Schule und Pflege, und das will ich den Azubis klar machen.

Natürlich werde ich sie auch und gerade darin unterstützen: Es wird einen Nachmittag geben, an dem wir uns treffen und gemeinsam die Hausaufgaben besprechen, Klausuren vorbereiten oder für die Prüfung lernen. So können Dinge, die Schwierigkeiten bereiten, konkret angegangen werden. Das können wir auch im Rahmen von Workshops machen, beispielsweise zum Thema Demenz.

Was kann die Jedermann Gruppe den Azubis bieten?

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Es ist schon was Besonderes, einen Praxisanleiter zu haben, der wirklich nur für diese Aufgabe da ist. Und ich bin auch nicht der einzige Praxisanleiter der Jedermann Gruppe.

Viele Einrichtungen können einen solchen Posten nicht gewährleisten, wobei dann Pflegekräfte im Einsatz die Einweisung übernehmen. Ich bin die ganze Zeit für die Azubis da, aber nicht nur fachlich, sondern stehe auch für Gespräche, für Probleme, für Rückmeldungen bereit.

Außerdem können wir dadurch, dass wir so viele Bereiche abdecken – ambulante Pflege, WGs für Menschen mit Demenz, betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege, Tagespflege und einiges mehr – unseren Azubis nach ihrer Ausbildung gleich einen Arbeitsplatz anbieten, der zu ihnen passt.

Wird die Ausbildung schwer?

Die verschiedenen Bereiche haben alle ihre verschiedenen Herausforderungen.

Abgesehen davon gelangt man in der Pflege oft an Grenzen. Beispielsweise wird man auch mit seinem eigenen Ekel konfrontiert werden: Wenn ein Patient sich über Nacht beschmutzt hat, ist das oft nicht schön.

Wenn man den Patienten dann aber versorgt hat, das Zimmer wieder auf Vordermann gebracht hat und der Patient sich nach dem Frühstück einfach wohl fühlt und sich freut, ist dieser Ekel auch wieder vergessen und man hat ein gutes Gefühl dabei, jemandem geholfen zu haben.

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Das ist sowieso das Große an der Pflege: Man arbeitet mit Menschen zusammen, man hilft anderen, das ist ein tolles Gefühl. Und auch die fachliche Herausforderung (wie beispielsweise Verbandswechsel) kann Freude machen: Jeder Mensch ist einzigartig, jeder braucht eine andere Behandlung.

Wieso arbeitest du in der Pflege?

Demenz verzögern

Es fällt mir schwer, dieses Gefühl, das ich habe, in Worte zu fassen. Da fällt mir sofort so vieles ein, das mich wirklich erfüllt. Ich lebe ja wirklich für meinen Beruf, ich mache das so gerne und habe Spaß daran – das ist mein Leben. Und dieses Gefühl, das habe ich immer.

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